Tarifkonflikte in den Medien

Nicht zuletzt aufgrund ihres Konfliktcharakters sind Tarifkonflikte häufig prominenter Bestandteil medialer Berichterstattung. Für Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter sind die Massenmedien von zentraler Bedeutung: deren Berichterstattung ermöglicht es den Tarifparteien, Öffentlichkeit sowie Politik von ihren Forderungen zu überzeugen und den Rückhalt bei den eigenen Mitgliedern zu sichern. Bisher ist unklar, welchen spezifischen Einfluss medieninterne sowie konfliktspezifische Faktoren auf den Umfang, die Inhalte und die Tonalität der Berichterstattung über Tarifkonflikte ausüben.

Dies soll mit einer quantitativen Inhaltsanalyse der Pressemitteilungen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern sowie der Berichterstattung anlässlich von elf verschiedenen Tarifkonflikten der vergangenen Jahre analysiert werden. Dabei wird ein möglichst breites Spektrum an betroffenen Branchen und beteiligten Gewerkschaften abgedeckt und die Berichterstattung in insgesamt 12 überregionalen Tageszeitungen, Wirtschafts- und Boulevardzeitungen sowie Wochenzeitschriften und der Nachrichtenagentur dpa untersucht.

Gefördert wird das Projekt durch die Otto-Brenner-Stiftung.

Projektlaufzeit: 01.04.2015 - 31.05.2016

Projektverantwortliche: Christina Köhler, M.A. und Pablo Jost, M.A.

Publikationen:

Köhler, C. & Jost, P. B. (2017): Tarifkonflikte in den Medien – Was prägt die Berichterstattung über Arbeitskämpfe? Frankfurt am Main.